Ueber Das Trauma der Geburt

Einfuehrung von E. James Lieberman von Otto Ranks The Trauma of Birth, Introduction, Dover, 1994 [1924/1929 Deutsch/English].  Remarks in English follow this text, which is the German translation of the intro to the 1994 Dover edition, now out of print.

Eines der bedeutendsten Buecher in der Geschichte der Psychologie,Das Trauma der Geburt war der Anfang des Endes der Beziehungzwischen Sigmund Freud und seinem ihm naechsten Kollegen, OttoRank. Rank widmete das Werk seinem Meister “dem Erforscher des Unbewussten/Schoepfer der Psychoanalyse”. Freud, dankbar, lobte es als den grossten Fortschritt seit der Entdeckung derPsychoanalyse. Aber er hatte nur den ersten Teil gelesen.

Das Trauma der Geburt wurde 1924 veroeffentlicht, das Jahr indem Otto Rank 40 Jahre alt wurde und zum ersten Mal nach Amerika kam. So brachte Rank seine neuen Ideen nach Amerika in englischzur gleichen Zeit als das Buch in Deutsch erschien. In New York wurde Rank als Freuds Gesandter begruesst, ein genialer Mann der–im Gegensatz zu Alfred Adler und Carl Jung–seine eigenen Ideenausdruecken konnte, und doch seinem Mentor Freud treu blieb.

Rank wurde ein Ehren-Mitglied der AmerikanischenPsychoanalytischen Vereinigung (APA); Kollegen und Laien kamen zuihm in Kurztherapie. Natuerlich gab es einige, wie dereinflussreiche Psychiater und Psychoanalytiker A. A. Brill, dieeifersuechtig oder misstrauisch waren. Als er und Ranks Rivalen in Europa Freuds Angst ueber Ranks Abweichungen von dem engen Pfadder psychoanalytischen Ortodoxie erweckt hatten, zog Freud seineUnterstutzung der neuen Ideen zurueck.

Rank, 28 Jahre juenger als Freud, war zu seinen Mentor imJahr 1905 gekommen, gerade zur rechten Zeit als Sekretaer derWiener Psychoanalytischen Vereinigung (WPV) zu helfen, diepsychoanalytische Bewegung zu beginnen. Ein bescheidenes Stipendium Freuds machte es ihm moeglich sein Diplom (Doktor derPhilosophie: Ph.D.) an der Universitaet Wien 1912 zu bekommen. Zu der Zeit war Alfred Adler aus der Bewegung ausgeschlossen wordenund Carl Jung war im Begriff auszutreten. Ranks Kariere verlief ganz anders: zweifellos Freuds vorzugter Kollege, wurde er dieHauptstuetze in Freuds innerem Kreis–dem Komitee oder “Ring.”

Dann kam dieses Trauma Buch, bald nach Engwicklungsziele derPsychoanalyse (1923), mit Ranks liebstem Freund Sandor Ferenczigeschrieben hatte. Beide beschreiben eine aktive Art der Therapie und beide hatten Freuds Imprimatur bis die neuen Ideenumstritten waren. Beide Buecher verursachten eine Spaltung imKomitee die Freud nicht heilen konnte. Unter Druck von Ranks Rivalen forderte Freud seinen protege‚ in Briefen nach New Yorkheraus. Rank, bestoerzt und wuetend, machte einen heftigenGegenangriff aber dann bei seiner Rueckkehr nach Wien, versoehnteer sich mit Freud und dem “Ring” feilich nur lange genug, umseine Umzug nach Paris vorzubereiten.

Von dort, von 1926 an, besuchte Rank Amerika beinahe jedesJahr bis er sich schliesslich 1934 dort niederliess. Fuenf Jahre spaeter, 55 Jahre alt, starb er, einen Monat nachdem Freud inLondon gestorben war.

Das Trauma der Geburt wurde gelobt, kritisiert,missverstanden und, schliesslich, nach Ranks Bruch mit derorthodoxen Analyse ignoriert. Voll von Ideen, die ihrer Zeitvoraus waren, provozierte das Buch einen Versuch der Widerlegung durch Freud in Symptom Hemmung und Angst (1926), eine Schrift,die wesentliche Revision von Freuds Theorie ueber Angsteinschloss.

Ungluecklicherweise haben anderen Autoren Teile von RanksThesen vereinfacht oder entstellt. Ein vor kurzem erschienener Neudruck der originalen deutschen Version [1988] enthaelt einemoderne Einfuehrung, die den Text fast ignoriert, aber mitBegeisterung Rank zu den Verfachter der natuerlichen Geburtrechnet (F. Leboyer), ausserdem Ur-Schrei Therapie (A. Janov), denBewusstseins-veraendernde Drogen (S. Grof) und praenataler Erfahrungzuordnet.

Falsche Interpretationen der Geburtstrauma Theorie fingenbald nach ihrem Erscheinen an. In 1928 sagte die respektierteAerztin und Psychoterapeuterin Marion Kenworthy, in dem sie RanksTheorie auf Geburtshilfe anwendete, ein Kind das mitKaiserschnitt geboren ist werde “die Veranlagung haben, wenigersensitiv zu sein–er weint weniger, ist viel weniger irritiertwaehrend der ueblichen Kontakte, usw.–als das Kind das durch denGeburtskanal entbunden wird.” Sie warnte vor dem “tiefem nervoesem und emotionellen Schock, eine Begleiterscheinung derschweren Geburtserfahrung,” sie betonte, wie wichtig es sei, dassFrauenaertzte schwangere Frauen zu strenger Diaet anhalten, umkleiner Babys zu produzieren und somit mit weniger Trauma durchden Geburtskanal entbunden werden. Kuerzlich behauptete ein Autorentroestet (aber faelschlich), “Rankianer schlugen vor, dass alleKinder mit Kaiserschnitt geboren werden sollten, umGeburtstraumen zu vermeiden.”

Rank ist zum Teil fuer diese Verwirrung verantwortlich, weiler damals nach von mehr oder weniger schweren Geburtstraumensprach. Er war zu stark daran interessiert, ein wichtigesbiologisches Argument zu machen, vielleicht weil er nicht denmedicinischen Doktortitel hatte, der seine Autoritaet gestaerkthaette. Aber sein grundlegender Punkt ist psychologisch: dasHeraustreiben aus dem gesegneten praenatale Zustand–die Trennungvon der Mutter–ist unvermeidlicherweise traumatisch. Ein Kaiserschnitt kann das nicht verhindern. Ausserdem betrachtet er der Geburtstrauma als Prototyp fuer alle Angstkrisen: Entwoehnen,Gehen, Oedipus-Konflict, wesentliches zu wollen und zu waehlen,d.h., schoepferisch zu leben und, schliesslich, zu sterben.

Das Trauma der Geburt bringt eine Anzahl von Ideen, diegrundlegend sind fuer Ranks spaetere Arbeit in Theorie undTherapie: die Bedeutung der prae-oedipale Phase der Entwicklung;die Wichtigkeit der Mutter; Befristung der Therapie (ob kurz oderlang; die Konzept der Trennung; und das des Willens; undSelbstschoepfung oder psychologische Wiedergeburt. Das Buch glaenzt mit Juwelen der Erkenntnis, gegruendet auf solidehistorische, philosophische, antropologische, kuenstlerische undliterarische Forschung. Leser, die verwirrt und ueberwaeltig sindvon manchen diese theoretischen Akrobatiken, sollten sich mit derTatsache troesten, dass Freud aehnliche Gefuehle hatte.

Rank nennt Freud in dem Buch als Urheber fuer verschiedene dieser Ideen, vor allem, dass Geburt die Ur-Angst sei, und dassBestimmung eines Endtermines fuer die Analyse nuetzlich sein koenne.Rank schrieb dieses Buch, um Freuds Ideen weiter zu entwickeln,nicht um ihm zu trotzen. Ranks Hoffnung und Beduerfnis nachFreuds Beifall hinderte ihn allerdings daran, die Schwierigkeitenvorauszusehen die entstanden, als er schneller und weiter vorausschritt als Freud es wollte. Vielleicht ist diese Glaube an den Mentor wesentlich fuer den Schueler, um das grosseschoepferische Risiko zu wagen. Die Alternative–nicht darum besorgt zu sein–ist undenkbar im Fall diese zweiaussergewoehnlichen Menschen.

Heutzutage vergessen wir, in wie starkem Masse FreudsPsychologie sich auf dem Vater konzentrierte, ehe das Das Traumader Geburt erschien. Rank war sich dieser vorherrschenden Ideologie in Wissenschaft und Gesellschaft voellig bewusst: “Es istbesonders in letzter Zeit wiederholt bemerkt worden, dass unseregesamte Mentalitaet und Welteinstellung den maennlichen Standpunktso sehr in den Vordergrund rueckte und den weiblichen fastgaenzlich vernachlaessigt hat.” (S. 54) Das unterscheidet Rank,als ersten “Feministen” in Freuds innerem Kreis von den anderen. Heutzutage ist es selbstverstaendlich fuer uns, dass die Mutter-Kind Beziehung ausschlaggebend ist in der fruehesten Entwichlungs-phase; aber damals praesentierte die psychoanalytische Theorieeinen starken, mit Kastration drohenden Vater und eine Mutter,deren Wert mehr erotisch als naehrend war.

Dem Geburtstrauma folgen nach Rank zwei weitere normaleEntwicklungs-Trennungen: Entwoehnen und gehen. Erst spaeter wirddas Oedipus-Drama zentral–und dadurch in seiner Bedeutung etwasgemildert. Die Debatte ueber Ranks Theorie war gerade ueber diesenPunkt heftig, weil der Oedipus-Komplex synonym geworden war mitFreuds Theorie und Praxis und der therapeutische Prozess umdiesen Komplex zentriert war. Fuer Rank dagegen rief die Trennungvon dem Analytiker am Ende der Behandlung das Geburtstraumawieder hervor. Analytiker und Patienten bestaetigen RanksBeobachtung, dass das Ende der Behandlung Traeume und starkeGefuehle hervorrief, die voll von Geburtssymbolen waren. Und Rank verwies auf Sokrates’ Bild der Hebamme fuer die Hilfe bei der Geburt des Selbst durch Erkenntnis (S. 186-7): das perfekteBeispiel, in dem die Erfahrung der Kenntnis hilft. Rank meinte,dass die Analyse oft zu intellektuell ritualisiert sei und damittherapeutische Žnderung, die ebenso auf Erfahrung wie aufSelbsterkenntnis beruht, eher behindere als erleichtere.

Wie das Inhaltsverzeichnis erzaehlt, beschaeftigtsich diesesBuch mit Kunst, Anthropologie, Religion, Philosophie, undPsychologie verankert in der Biologie; Rank waehlte “verankert”,um die biologische Verwurzlung der Angst zu beschreiben, die derKern seiner These ist (ohne die Angst auf die Biologie zureduzieren).

“Der Trieb is tatsaechlich nichts anderes als die

naechste Reaktion auf die psychisch verankerte Urangst,

sozusagen der durch diese modifizierte Instinkt, indem

das Ich in seinem Rueckdrang von der Angstgrenze immer

wieder aufs neue vorwaerts getrieben wird, das Paradies

statt in der Vergangenheit in der nach dem Ebenbild der

Mutter gestalteten Welt zu suchen und, soweit dies

misslingt, in den grossartigen Wunschkompensationen der

Religion, Kunst und Philosophie.” (195-6).

Zusammenfassend: Wir sind gewaltsam aus dem seligen Uterusherausgestossen, auf dem Weg bedroht mit Asphyxia. Es ist die Aufgabe unseres Lebens, diese Seligkeit wiederzufinden, indem wirdie Welt-als-Mutter fuer uns schaffen–oder umgekehrt. Wir unterdrueken das Geburtstrauma und die praenatale Erinnerung derSeligkeit, aber erleben die Repraesentation von beiden in jeder Form des Lebens und Sterbens. Wir sind im Leben zum grossen Teildurch–im woertlichen Sinne–atemberaubende Angst verankert, dieauf der einen Seite die Rueckkehr zum Zustand foetaler Bewusstlosigkeit und auf der anderen Seite den Selbstmordverhindert. Das Leben ist schwer, die Perioden davor und danachungleich besser (siehe Nietzsches Epigraph), aber wir sindgefangen in unserem menschlichen Zustand, halb Tier, halb Gott.

Wir sind gefangen, und die Angst hindert uns daran, dasGefaengnis einfach zu verlassen. Nach diesen Feststellungen nimmtRank uns in grossen Spruengen mit von Žra zu Žra, Kultur zu Kultur,Wiege zu Sarg, Eden zu Golgotha. Er ist als ein virtuoser Interpret “der gesamten Menschheitsentwicklung, ja sogarMenschwerdung selbst zu verwenden…” (S. 19)

Rank zitiert viele Autoren, darunter manche, die Freud nichtgern anerkennen wuerde, wie Stekel, Jung, Adler und Tausk. Rank hat an Jung und Adler etwas auszusetzen und lobt immer Freud,doch mit dem Lob kommt auch die kuehne Analyse. Genau wie Freud erkennt Rank Josef Breuer als Entdecker der Psychoanalyse an (S.190); Rank lobt Freuds Fleiss auf dem schwierigen Weg und tadeltedie, die sich von ihm trennten, kritisiert aber dann jeneFreudianer, die “treu gebliebenen Anhaenger, welche die Lehren desMeisters oft allzu woertlich in ihrer Weise interpretierten…”

(S. 191): das muss seine konservativen Rivalen innerhalb desKomitees sehr geaergert haben und zeigt, dass er volles Vertrauenin die Gunst seiner Mentors hatte. Dann spricht Rank von derTrennung Freuds von Breuer, der “Losloesung des Schuelers vonseinem Lehrer” (S. 192), eine glaenzende Analyse, unbeabsichtigtprophetisch fuer das, was sich in seinem eigenen Leben ereignenwird. Freuds Bruch mit Breuer kam als der juengere Mann (Freud)40 jahre alt war!

War es moeglich, dass Rank die Parallele in der jetzigenSituation nicht sah? Genau so wie ein virtuoser Musiker in einer sonst glaenzenden Vorfuehrung einige Noten unterschlagen kann, gehtRank manchmal zu weit oder nicht weit genug und uebersieht etwas,das fuer andere klar erkennbar ist. Rank hat Freuds Zerwuerfnisse mit Adler, Stekel, Jung und Tausk miterlebt und er wusste ja vonBreuer und Fliess. Aber Rank wusste auch, dass er einzigartig warin Freuds wechselvoller Geschichte von kollegialen Beziehungen;er erwartete, dass er seine Fluegel ausbreiten und dennoch in dasNest zurueckkehren koennte. Er hatte Unrecht und beide Maenner litten sehr unter diesem Bruch.

Wahrscheinlich haette Rank unter Freuds Obhut bleiben koennen,wenn er nachgegeben haette–aber er wollte oder konnte das nicht.šber Das Trauma der Geburt sagte Rank, dass ein Teil der Kritikberechtigt war, aber er verteidigte seine allgemeinen Positionenund widerlegte heftig Freuds Argumente.

Freud glaubte, dass am Ende der Therapie der Analysierte demAnalytiker ein Baby praesentiert. Dieses Buch, einGeburtstagseschenk fuer Freud, war Ranks Baby. Freud gefiel esnicht besser als Laios Iokastes Baby gefiel. Ich sehe hier eine ironisch oedipale Metapher: Das Baby konnte nicht in Freuds Hauswohnen; Rank wollte es nicht toeten so musste er fortgehen.

Toetete das Baby, wie Oedipus, den Vater? Keineswegs: DieFreud’sche Analyse bluehte, vor allem in Amerika, Ranks adoptierteHeimat. Das Buch wurde erst 1929 ins Englishe uebersetzt, ohnedie originale Widmung an Freud. Im Jahr 1930 sagte A. A. Brill,dass Rank geisteskrank sei und vertrieb ihn aus der APA. Noch schlimmer, diejenigen, die von Rank analysiert worden waren undMitglieder des APA oder IPV bleiben wollten, mussten nochmals voneinem orthodoxen Freudianer analysiert werden!

Dieser Neudruck [1993, amerikanische] erscheint mitten ineiner Rank’schen Renaissance und zu einer Zeit, als dieKurzetherapie ein Teil des Mainstream geworden ist. Ott Rank ist der Gruender der Kurztherapie und sogar orthodoxe Psychoanalytikerentdeckten spaeter die unentbehrlichen Beitraege dieses Mannes zumFreud’schen Unternehmen. Ich hoffe, dass–nach mehr als einemhalben Jahrhundert–diese Buch zusammen mit den Werken von Freud und Ferenczi, die ewige Suche zum Verstaendnis der menschlichenPsyche und Gesellschaft voranbringen wird.–Heidelberg, Nov. 1997

In the discussion:

I asked Esther Menaker: “Would you say Otto Rank was the first feminist in Freud’s circle?” She answered, “I wouldn’t call him a feminist in the ideological sense, but, because Freud did not understand women very well, Rank’s ideas were more advanced in that area. However, that gave no advantage to Rank because those who opposed him were more powerful.”

After Peter Rudnytsky’s talk, I said: “I believe Rank’s later work is relevant to psychoanalysis. If you are trying to see what is alive and what is dead in his work, and you cut him in half, only a corpse remains. That is like an art critic analyzing Picasso’s blue period while denying that cubism is art,or a music critic saying Beethoven’s early quartets are a fine tribute to Haydn and Mozart but the late quartets are a departure from legitimate music.” Furthermore, in reading the full text of P.R.’s paper, I would point out that Rank did not cut people off in brief therapy in such a harsh, cruel, autocratic way, nor did anyone I know of describe him as remote, antiseptic, etc. like a surgeon (despite what he wrote–there is a parallel here withFreud). And, as my book points out, Rank alone stood with Freud as a liberal with respect to homosexuals as psychoanalytic candidates: the others were negative. P.R. is quite selective in his use of examples to criticize Rank.

Finally, in one of the last discussion periods I said:”Prof. Peter Gay (in his Freud biography) describes my work onRank as a ‘labor of love’, which means it is intellectually weak, subjective, partisan. But Gay (like Rudnytsky) is not objective, although he claims to be. What concerns me is that partisanship is taboo in scholarly work, we must pretend to be more objective even though, as Rank points out, we cannot be entirely free from our own ideologies. It is better to acknowledge them, and make room for an element of subjectivity. Perhaps that is a will-expression that makes some of us more comfortable and others more anxious as we pursue our work. If every will-expression is accompanied by guilt, as Rank said, perhaps we need to ask whether denial of partisanship is a scholarly defense against will in the academic venue–a defense that serves us poorly, and leaves our students and colleagues wondering about our lack of honesty.

Copyright © 1998 Psychsozial-Verlag, Giessen ISBN 3-932133-25-0